Die Referenten

Julian Utz

Julian Utz, Uzin Utz AG

Eröffnungsvortrag – „Uzin stellt sich vor“

Peter Jansen

Peter Jansen, VdL-Präsident, Geschäftsführer der P.A. Jansen GmbH u. Co. KG
Der VDL – ein Industrieverband verändert sich.

Seit 2018 ist Peter Jansen Präsident des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Seit fast 125 Jahren vertritt der Verband traditionell die Interessen der deutschen Farbenhersteller und blickt auf viel Geleistetes und Bewährtes zurück. Doch auch der VdL muss sich mit steigendem Tempo den Veränderungen der globalisierten und immer stärker digitalisierten Welt anpassen.

mehr erfahren

Unter neuer Geschäftsführung wurden vor allem das politische Profil und die  Advocacy-Arbeit erheblich geschärft. Anlässe gibt es viele: Die Diskussion um Titandioxid, die Dezimierung wirksamer Konservierungsmittel oder das teure Chaos um die neuen Giftinformationszentralen, sind nur drei Beispiele einer ganzen Reihe von EU-Regulierungen und Kostentreibern. Die Farbenhersteller sehen sich einem dramatischen Anstieg unsinniger Kennzeichnungs-, Melde- und Berichtspflichten ausgesetzt, die Chemieprodukte diskriminieren und deren Aufwand und Millionenkosten gerade Mittelständler kaum mehr verantworten können.

Und trotzdem müssen immer schnellere Antworten auf immer mehr Fragen gefunden werden. In diesen aufgeregten Zeiten müssen Verbände gerade Kommunikation und Digitalisierung vorantreiben, alte Zöpfe abschneiden und neue Wege und Systeme ausprobieren. Eine stringente Zukunftsvision, neue Kommunikationswege und konsequente Digitalisierung ­- der VdL ist schon ein gutes Stück vorangekommen auf seinem Weg, trotz immer dunklerer konjunktureller Anzeichen. „Doch dürfen Modernisierung und Beschleunigung des Arbeitsalltags nicht zulasten des Markenkerns der Verbandsarbeit gehen: Glaubwürdigkeit“, betont Jansen. „Für einen Verband ist glaubwürdiges Handeln von zentraler Bedeutung und deshalb haben wir dieses Thema gleich an den Anfang gestellt.“
In seiner Rede wird Jansen der von seinen Erfahrungen in diesem Spagat berichten, die „Vision 2025“ des VdL erläutern und gelungene Beispiele moderner, effektiver Verbandsarbeit aufzeigen.

Carina Schepers

Carina Schepers, BYK-Chemie GmbH
GARAMITE, effektiv und leicht zu handhaben

GARAMITE, effektiv und leicht zu handhaben: Ein modernes und leicht einzuarbeitendes Rheologieadditiv und Anti-Absetzmittel für lösemittelhaltige und lösemittelfreie Coil Coatings und Industrielack- Anwendungen

mehr erfahren

GARAMITE Rheologieadditive bieten einzigartige Effekte in Ihren Lacksystemen: Sie zeigen ein stark pseudoplastisches Viskositätsprofil mit einer stark scherverdünnenden Wirkung, was eine ausgezeichnete Anti-Absetzwirkung in Kombination mit einer sehr guten  Langzeitlagerstabilität zur Folge hat. Es zeigt sehr gute Applikationseigenschaften auf der Coil Coatings Linie. In allgemeinen Industrielacken zeigt es bei der Spritzapplikation von konventionellen oder High-Solids-Lacken eine ausgezeichnete Anti-Ablaufwirkung und verhindert gleichzeitig das Absetzen von Pigmenten. Der Verlauf und der Glanz werden dabei nicht negativ beeinflusst. Die Wirkungsweise der Garamites und Ergebnisse aus den verschiedenen Bereichen werden während dieses Vortrags betrachtet.

Dr. Thomas Volkmer

Charakteristische Merkmale von Holz im Hinblick auf die Oberflächenbehandlung
Dr. Thomas Volkmer, Berner Fachhochschule

Holz gehört zur Gruppe der organischen Materialien. Aufgrund des spezifischen Eigenschaftsspektrums lässt sich Holz in den verschiedensten Bereichen als Werk- und Baustoff nutzen. Es ist ein ausgezeichnetes Dämmmaterial und nicht zuletzt ein wesentlicher Energieträger. Durch entsprechende Verarbeitungsprozesse lässt sich Holz zu unterschiedlichsten – meist plattenförmigen – Werkstoffen weiterverarbeiten. Bei vielen Anwendungsbeispielen ist es unerlässlich, die Oberfläche des Holzes durch Beschichtungssysteme zu schützen und zu veredeln. Gerade diesbezüglich unterscheidet sich Holz deutlich von anderen Baumaterialien.

mehr erfahren

Holz besteht prinzipiell aus den 3 makromolekularen, strukturbestimmenden Stoffen: Cellulose, Hemicellulosen und Lignin. Neben den genannten Stoffen befinden sich im Holz noch sogenannte Holzinhaltsstoffe, welche prozentual – je nach Holzart – oft nur einen geringen Anteil ausmachen, aber speziell auf die Verarbeitung häufig einen großen Einfluss haben. Strukturell gesehen handelt es sich bei Holz um ein kapillar-poröses System, welches aus unterschiedlichen Zellen aufgebaut ist. Infolge dieses chemisch-strukturellen Aufbaus sind speziell, in Bezug auf die Beschichtung von Holz, diverse Einflussgrössen und Zusammenhänge zu beachten. Holz weist eine hohe Affinität gegenüber polaren Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, auf. In Abhängigkeit der Materialfeuchte führt das zum Quellen oder Schwinden und zu einer entsprechenden Dimensionsänderung. Das stellt hohe Anforderungen an die Beschichtung hinsichtlich Wasserdurchlässigkeit und Elastizität. Typisch für das Beschichten von Holz ist das deutliche Aufrauhen der Oberfläche nach dem Grundieren, was auf das Aufstellen und Anquellen der Fasern zurückzuführen ist. Die Porigkeit des Holzes stellt je nach Zielrichtung ebenfalls eine Herausforderung dar. Je nach Holzart können die Poren bis 500 Micrometer weit sein und können nur durch einen schrittweisen Aufbau gefüllt werden. Die inhomogene Struktur verleiht dem Holz seine Natürlichkeit, kann aber auch zu einem unterschiedlichen Benetzungsverhalten und somit zu optischen Differenzen in der Oberfläche führen. Diese Aspekte spielen zum Beispiel bei sehr harzreichen Hölzern eine große Rolle, wenn diese mit wasserbasierten Systemen beschichtet werden sollen. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Holzoberflächen ist deren geringe Lichtechtheit, was zu relativ schnellen Verfärbungen bei entsprechenden Expositionen führen kann. Hierbei spielen, vor allem bei transparenten Lacksystemen, der Einsatz von UV-Absorbern oder Radikalfängern eine wichtige Rolle.
Die oben genannten spezifischen Eigenschaften des Holzes, in Zusammenhang mit der Oberflächenbehandlung, sind seit Jahrzehnten Schwerpunkte in der angewandten Forschung und Entwicklung.
Dr. Stefan Friebel

Vorhersage der Langzeitperformance von Holzbeschichtungen
Dr. Stefan Friebel, Fraunhofer-Institut für Holzforschung / WKI

Es gibt zahlreiche Bewitterungsgeräte und Standardmethoden zur Schnellprüfung der Haltbarkeit von Beschichtungen. Die Korrelation der künstlichen Bewitterung von Metall- und Kunststoffbeschichtungen funktioniert mit der natürlichen Bewitterung sehr gut. Werden Holzaußenbeschichtungen getestet, ist die Korrelation weitaus geringer. Das liegt in erster Linie an dem Werkstoff Holz, der sehr heterogen ist. Hinzu kommt, dass unterschiedliche Holzarten große Variationen von Quell- und Schwindbewegungen bei Änderungen der Feuchtigkeit unterliegen.

 
mehr erfahren

Das WKI verfolgt einen Ansatz, der die zeitliche Änderung der mechanischen Kenndaten der Beschichtung durch Bewitterung untersucht. Es werden die Ergebnisse der künstlichen und der natürlichen Bewitterung gegenübergestellt, die in einem Beschleunigungsfaktor resultieren.Parallel wurde ein alternativer künstlicher Bewitterungszyklus entwickelt, der die Feuchtigkeitszyklen im Holz – bedingt durch die jahreszeitlichen Schwankungen des Wetters – viel exakter darstellt, als es aktuelle standardisierte Bewitterungszyklen tun. Die entwickelte Methode wurde bei unterschiedlichen Lacken angewendet und die ersten Ergebnisse erlauben den Schluss, dass die Methode eine wesentlich verlässlichere Korrelation bezüglich des Versagenszeitpunktes zwischen künstlicher und natürlicher Bewitterung erlaubt, als es die aktuellen standardisierten Methoden tun.

Dr. Joerg Schmitz 2019

Wollastonite als Füllstoffe der Wahl für kennzeichnungsfreie Wandfarben mit sehr niedrigem Biozid-Gehalt
Dr. Jörg Schmitz, IMCD Deutschland GmbH

Aufgrund der neuen Kennzeichnungen für Biozide als Topfkonservierer in wässrigen Farben und Lacken, sucht die Industrie derzeit nach neuen Möglichkeiten zur Formulierung kennzeichnungsfreier Systeme. In enger Zusammenarbeit zwischen den anwendungstechnischen Laboren von Imerys und der IMCD wurde nachgewiesen, dass der Einsatz von höheren Anteilen spezieller Wollastonit-Füllstoffe in wässrigen Innenwandfarben, auch beim Einsatz von nur sehr geringen Konservierungsmittel-Konzentrationen, zu einer deutlichen Steigerung der mikrobiellen Stabilität führt.

 
mehr erfahren

Sterilitätstests mit solchen Formulierungen zeigten extrem geringe Kontaminierung mit Schimmel- und Bakterienkeimen – im Vergleich zu Formulierungen – die in erster Linie Standard-Füllstoffe wie Talkum oder Calciumcarbonat enthalten.
Selbst nach 4 Beimpfungen zeigten mikrobiologische “Challenge Tests“ reproduzierbar kein Schimmel- oder Bakterienwachstum – nur geringes Wachstum nach der 5. Beimpfung.
Auch in Formulierungen mit einem pH-Wert von unter 9,5 zeigen diese Wollastonite einen sehr guten Synergieeffekt mit sehr geringen Mengen üblicher Biozide und unterstützen damit eine effektive Topfkonservierung.

Detlef Van Pey

Detlef van Pey, CLiQ SwissTech Germany GmbH
Polyharnstoff Thixotropierungsmittel – Moderne Rheologie in der Praxis 

CLiQFLOW® 780 und CLiQFLOW® 781 sind neuentwickelte, hoch effiziente Thixotropierungsmittel, basierend auf einer patentierten Polyharnstoff-Technologie. Sie bewirken im System ein stark scherverdünnendes, thixotropes Fließverhalten mit ausgewogener Balance zwischen Standvermögen und Verlauf, speziell in spritzapplizierten Systemen.

 
mehr erfahren

Die Polyharnstoff-Struktur bildet bei Ruhe ein starkes dreidimensionales Netzwerk aus, wodurch eine hohe Elastizität und somit sehr gute Lagerstabilitäten und Antiabsetzverhalten erreicht werden. Die niederviskosen Flüssigkeiten können bei jedem Produktionsschritt zugegeben werden.

Die Präsentation beschreibt die rheologischen Eigenschaften, welche sich durch Einsatz von CLiQFLOW® 780 und CLiQFLOW® 781 in verschiedenen wässrigen und nicht-wässrigen Systemen, auch im Vergleich zu anderen Verdickerklassen, erzielen lassen.

Wolfgang Koenner

Dipl. Ing. Wolfgang Könner, KRONOS INTERNATIONAL, Inc.
Einfluss der kritischen Pigment-Volumen-Konzentration auf die Formulierung von Dispersionsfarben

Beim Formulieren von Dispersionsfarben kommt der kritischen Pigment-Volumen-Konzentration (kPVK) eine zentrale Bedeutung zu. Die Bedeutung liegt in der Änderung fundamentaler Farbeigenschaften, wie Deck- und Aufhellvermögen, Glanz, Nassabrieb, Filmrissbildung und bauphysikalischer Eigenschaften, wenn der Punkt der kPVK überschritten wird.

Neben den Bestimmungsmöglichkeiten geht der Referent auf die Beeinflussungsmöglichkeiten der kPVK durch Rohstoffe ein. Diese Kenntnisse ermöglichen eine logische Beurteilung  von  Versuchsergebnissen in alle Rohstoffrichtungen.

Fabian Schuster

Dr. Fabian Schuster, Covestro Deutschland AG
Digitaldruck von Lacken in Automobilqualität, warum nicht?

Der Digitaldruck entwickelt sich immer mehr zu einer alternativen Auftragstechnologie für Lacke und Klebstoffe. Die Gründe sind offensichtlich: Kein Overspray, Automatisierung, Individualisierung (Farbe und Eigenschaften pro Pixel) etc. Was dem Digitaldruck bisher fehlte, um auch im industriellen Lackierumfeld Fuß zu fassen, sind hohe Auftragsgewichte und Oberflächenqualitäten auf komplexen Oberflächen. Im Vortrag zeigen wir erste Erfolge bei der effizienten Digitaldruck basierten Lackierung von Metallsubstraten mit 2K PU Basis- und Klarlacken in Automobilqualität und diskutieren Chancen und Risiken der Technologie.

Dr. Kathrin Cohen

Dr. Kathrin Cohen, BASF SE
Rohstoffentwicklung für die Lack- und Farbenindustrie in einer digitalen Zeit – Einblick in die Transformation bei BASF

Digitale Plattformen, Chatbots, Künstliche Intelligenz und Apps bestimmen unseren privaten Alltag. Schaut man allerdings in die betriebliche Praxis, experimentieren viele Unternehmen noch damit, solche Technologien mit Pilotversuchen in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die notwendigen Daten meist noch aus ihren Silos befreit werden müssen; und der Fokus der Hersteller auf der Produktentwicklung und nicht der Entwicklung übergreifender Lösungen liegt.

 
mehr erfahren

Doch der Wandel hat bereits begonnen – die Zeit, die es braucht, damit ein neues Produkt oder eine Idee von über 50.000 Nutzern angenommen wird, berechnet sich nicht mehr in Jahren, oder Monaten, sondern in Tagen oder vielleicht sogar Stunden. Digitale Technologien sind der Haupttreiber für diesen Wandel. Jetzt liegt es an der Lack- und Farbenindustrie, die Vorteile dieser Technologien für ihre eigenen Geschäfte zu nutzen. In diesem Vortrag wollen wir zeigen, wie digitale Laborassistenten, das maschinelle Lernen und die Automatisierung von Prozessen die Produktentwicklung in der chemischen Industrie beeinflussen und neue Wege für Innovationsprojekte mit unseren Kunden ebnen.

Prof Gunter Dueck Bildquelle Angeben Adobe

Bildquelle: Adobe

Prof. Dr. Gunther Dueck, Ex-IBM-CTO, Bestsellerautor und Mathematik-Professor
Was denn nun – Mcdonaldisierung oder Zukunftsbau?

Der Druck der Märkte, die Digitalisierung und der selbstauferlegte Zwang, die eigenen Gewinne zu steigern, führen Unternehmen an eine Weggabelung. Sie können weiter geradeaus automatisieren, Prozesse optimieren, sparen, beschleunigen und zu Überstunden auffordern. Dieser bedingungslose Weg der Effizienz ist sehr sprechend “McDonaldisierung” genannt worden. Der andere Weg zweigt zur Innovation und zu neuen Geschäftsmodellen ab, die erst noch entwickelt und erprobt werden müssen. Wenn man den Lebenszyklus der Unternehmen anschaut, dann sind ausoptimierte Unternehmen eher schon “sehr erwachsen” bis alt, die explorierenden eher noch jung. Alle Welt versucht es heute mit Verjüngungskuren: Man schwärmt von agiler Entwicklung, von Design Thinking, Self-Empowerment und Y-Kulturen, die Zukunftswege öffnen können. Geht das, eine mentale Verjüngungskur? Und wie?

Person Dummy

Vortrag des FARBE UND LACK Preisträgers

Katharina Knobloch

Katharina Knobloch, Absolventin Hochschule Niederrhein
Einfluss der Struktur von ionischen Polymeren auf das Benetzungsverhalten

In der Lack- und Beschichtungstechnologie werden typischerweise Alkydharze, Polyester und Acrylatharze als Bindemittel eingesetzt. Ein hohes wissenschaftliches Potenzial bietet jedoch der Einsatz von polymerisierbaren ionischen Flüssigkeiten in diesem Bereich. So ergibt sich die Möglichkeit, mittels bestimmter Strukturen Eigenschaften wie z.B. die Hydrophobie einstellen zu können. Es wird der Einfluss der Struktur von ionischen Polymeren auf das Benetzungsverhalten untersucht.

 
mehr erfahren
In diesem Zusammenhang werden verschiedene Beschichtungen auf der Basis von polymerisierbaren ionischen Flüssigkeiten hergestellt und deren Oberflächenenergie mittels OWRK-Methode bestimmt. Entsprechende Variationen erfolgen hinsichtlich des Substrates, der Alkylkettenlänge und des Gegenions. Hauptsächlich werden bei den Untersuchungen Homopolymeren mit Vinylimidazolium- bzw. Pyrrolidinium-Segmenten betrachtet. Als Gegenionen werden überwiegend NTf2 eingesetzt. Die umfassenden Ergebnisse liefern erste Erkenntnisse hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der Struktur der polymerisierbaren ionischen Polymere und der Oberflächenenergie, wodurch neue Forschungsansätze für einen möglichen Einsatz im Lackbereich aufgezeigt werden können.
Frank Recknagel
Peter Thommassen

Frank Recknagel und Peter Thommassen, Chromaflo Technologies
Colortrend Pearls 2020

Colortrend Pearls 2020 ist die neueste Innovation aus dem Hause Chromaflo Technologies®. Hierbei handelt es sich um trockene, staub- und konservierungsmittelfreie Pigmentpräparationen welche volumetrisch dosierbar sind. Der Clou an der Sache sind die gleich großen und in einer sehr engen Spezifikation gefertigten „Perlen“. Die daraus resultierende Dosiergenauigkeit erfüllt die höchsten Anforderungen, sodass auch sehr helle Farbtöne in kleinen Gebindegrößen reproduzierbar sind. Verbunden mit einer Haltbarkeit die weit über flüssige Pasten hinausgeht, löst Colortrend PEARLS 2020 die Probleme der Vergangenheit mit flüssigen Pigmentpasten. Insbesondere das Eindicken und Absetzen von Pigmentpasten bei geringem Verbrauch am Point of Sale. Aber auch der bakterielle Befall und das Antrocknen und Verstopfen von Düsen gehört der Vergangenheit an.

Die Biozid-freie Farbmischtechnologie von Colortrend Pearls 2020 kann weltweit eingesetzt werden und erfüllt die Anforderungen der strengsten Umweltetiketten. Egal ob es um eine volumetrische Anwendung am Point of Sale geht oder eine gravimetrische Verwendung im Werk, das Herstellen von konservierungsmittelfreien Farben und Farbtönen wird so zum Kinderspiel.

Das Colortrend Pearls Portfolio besteht aus organischen und anorganischen Pigmentpräparationen für das Abtönen von wässrigen Farben, Lacken und Putzen. Das Mischen erfolgt ganz einfach und wie gewohnt mit handelsüblichen Mischern.

Dr. Christian Schaller

Dr. Christan Schaller, Pfinder Chemie
Licht in eine dunkle Welt

Hand aufs Herz, wer denkt beim Thema Automobilbeschichtungen an Hohlraumkonservierungen, kurz HRK genannt. Die HRK ist ein eher unbekannter Vertreter der Spezies Automobilbeschichtung, aber sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Korrosionsschutz eines Fahrzeugs und sorgt somit für eine längere Nutzungsdauer und Werterhalt. Mit diesem Beitrag wollen wir etwas Licht in die dunkle Welt, den Hohlräumen in einer Karosse, also dem Lebensraum der HRK bringen.  Was ist die Funktionsweise und was steckt chemisch hinter einer HRK? Wie, wo und wann wird diese appliziert?

 
mehr erfahren

Außerdem beleuchten wir die aktuellen Forschungstrends im Bereich HRK. Diese folgen den globalen Megatrends wie Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Daneben finden sich die bekannten Herausforderungen der Lackchemie wie z.B. gestiegene Rohstoffpreise, Wegfall von Rohstoffen durch REACH oder verschärfter Kennzeichnung. Reduktion von Energie- und Materialverbrauch, d.h. Ressourceneffizienz, sowie Applikationssicherheit, sprich Robustheit bei Variationen der Prozess- und Applikationsparameter, stehen immer auf der Tagesordnung. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Verwendung biobasierter Rohstoffe der zweiten Generation, Reduktion von Geruch und Emission sowie verbesserter oder zusätzlicher Funktionalität. Die zunehmende Digitalisierung sowie die Technologieentwicklung im Bereich Rechnerhardware und Simulationssoftware eröffnen heute neue Möglichkeiten zur Simulation von HRK- Prozessen. Darüber wollen wir berichten.

Karl Siepelmeyer

Farbe und Werkzeug – die Komponenten für ein perfektes Finish
Karl Siepelmeyer, Storch-Ciret Group

Nur mit einer optimalen Kombination aus Beschichtungsmaterial und Werkzeug ist ein perfektes Finish für den Anwender zu realisieren. Aus diesem Grund ist die genaue Abstimmung zwischen Material, Untergrund und Werkzeug einer der Schlüsselfaktoren für hochwertige und wirtschaftliche Beschichtungsarbeiten.

 
mehr erfahren

Der Vortrag soll einen kurzen Überblick über die verschiedenen Auftragsverfahren geben. Der Fokus liegt hier auf den herkömmlichen, manuellen Beschichtungsverfahren.

Daran anschließend erfolgt eine kurze Einordnung der unterschiedlichen Beschichtungsmaterialien und Anwendungen.

Im Hauptteil des Vortrags werden die drei wichtigsten Werkzeugtypen für die manuelle Beschichtung genauer vorgestellt: Der Malerpinsel in seiner Entwicklung von der Schweineborste zu feinsten Filament-Besätzen. Die Malerwalze und ihre unterschiedlichen Anwendungsgebiete und Eigenschaften. Sowie die Lackierwalze für den streifenfreien Lackauftrag.

Abschließend werden die Erkenntnisse aus der Kombination von Material und Werkzeug noch einmal zusammengefasst.

Ziel des Vortrags ist, den aktuellen Stand der Werkzeugtechnik vorzustellen und den Zuhörern eine Grobzuordnung von Material und Werkzeug an die Hand zu geben.

Wolfgang Hoffmann

Wolfgang Hoffmann, CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH
Richtig formulieren, Theorie trifft auf Praxis
Auf Hochleistung getrimmte Rezepturen versprechen viel, doch halten Sie Ihr Versprechen?
Praxisbeispiele aus der Anwendersicht und die Grenzen der Formulierung.

Die Welt der Rohstoffe ist in ständiger Bewegung. Immer mehr neue Produkte mit noch besseren Eigenschaften drängen auf den Markt. Dies bedeutet für den Anwender/Verbraucher ein immer größeres Fachwissen, denn die Anzahl der Produkte steigt und die Unübersichtlichkeit nimmt zu. Es gibt schon heute über 10.000 Bauprodukte für die Erstellung eines Hauses.

 
mehr erfahren

Doch nimmt die Sicherheit und Langlebigkeit derartig speziell entwickelter Produkt zu? Eher nein, denn die Reklamationsquoten zeigen das Gegenteil.

Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie sich die Fehlertoleranzen von Hightech-Rezepturen minimieren und wo die Anwendungsgrenzen liegen. Es werden praktische Beispiele aus der Malerwelt verständlich vorgestellt und Möglichkeiten der Verbesserung diskutiert.

 

Gabi Buettner

Gabi Büttner, UMCO GmbH
Gestern, Heute, Morgen – Warum die Biozidverordnung die Industrie vor immer größere Herausforderungen stellt

Die Ära der Biozid-Verordnung 528/2012 begann bereits mit ihrem Inkrafttreten 2013 durchwachsen. Noch nicht in der Endfassung befindlich war schnell klar, dass noch eine Vielzahl von wichtigen Detailregelungen für die Umsetzung konkretisiert werden mussten. Knapp sechs Jahre später kann man bilanzieren: Neben Unklarheiten, die ausgeräumt und wichtige Rechtsakte, die erlassen wurden, sind es vor allem die Herausforderungen in der Umsetzung und damit verbunden eine Vielzahl von Unsicherheiten, die stetig zugenommen haben.

 
mehr erfahren

Die empfindliche Verknappung an geeigneten Wirkstoffen, z.B. in der Konservierung von Produkten, mündet derzeit nicht wie gewünscht in der Entwicklung von neuen innovativen Wirkstoffen. Ein Grund hierfür sind sicher die enorm gestiegenen Kosten im Genehmigungs- und Zulassungsverfahren. Auch die sich stetig ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und Datenanforderungen sowie die Unsicherheiten bezüglich der Veröffentlichung eigener Daten, sind für die Industrie enorme Herausforderungen.

Wo startete die Biozid-Verordnung, was ist heute Realität und welchen Ausblick kann man wagen?

Dr. Volkmar Stenzel

Dr. Volkmar Stenzel, Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung
Erster Praxistest von strömungsoptmierenden Riblet (“Haifischhaut”)-Lackoberflächen auf einer Windenergieanlage

Das Fraunhofer IFAM arbeitet seit ca. 15 Jahren an der Entwicklung einer lacktechnisch aufzubringenden Beschichtung, die den Strömungswiderstand von Oberflächen senken und so die Effizienz von aerodynamischen Profilen steigern kann.

 
mehr erfahren

Während der Nutzen einer solchen Oberfläche für Flugzeuge bereits seit einigen Jahren nachgewiesen worden ist und auch Eigenschaften – wie  Verschleißbeständigkeit, Schmutzaufnahme, Reinigungsfähigkeit usw. – für diese Anwendung intensiv untersucht worden sind, ist über die mögliche Anwendung dieser Technologie im Bereich Windenergie bislang wenig untersucht worden.

Auf Basis von sehr vielversprechenden Untersuchungen eines Windenergie-typischen Profils im Windkanal wurde ein Verbund-Forschungsprojekt aufgesetzt, in dem der Beschichtungsvorgang und der praktische Einsatz der Beschichtung an einer Windturbine im Betrieb getestet werden sollte.

Die Vorgehensweise und Ergebnisse des Projekts werden im Vortrag dargestellt.