Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.
  

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Bericht vom 19. Leverkusener Lacktreff am 13. September 2012

Die Veranstaltung widmete sich dieses Mal dem Thema

„Wasser ist nicht alles – aber alles ist nichts ohne Wasser: moderne wässrige 2K-Systeme“


Der Abend wurde für wiederholt mehr als 40 angereiste Gäste der Farb- & Lackbranche mit dem Vortrag „Moderne 2K-PUR-Wasserlacke: umweltfreundlich, effizient und leistungsstark“ eröffnet. Referent Robert Reyer (Bayer Material Science AG) stellte die auf einer neuen Rohstoffgeneration basierenden wässrigen 2K-Polyurethanlacke vor. In der Filmoptik und Beständigkeit den lösemittelhaltigen Systemen ebenbürtig, sind diese dabei noch leistungsstärker und durch niedrigeren Lösemittelgehalt umweltfreundlicher – Treibhausgase konnten deutlich reduziert werden. Und dem Endanwender bieten sich zusätzlich noch Kostenvorteile durch Einsparungen bei der Trocknung (die Absenkung der Ofentemperatur führt zu positiver Zeit- und Energieersparnis).

Im zweiten Vortrag konnte Referent Klaus Schiffer (Valspar AG, Geschäftsbereich GI) zum Thema „Zeitgemäße Anwendung von emissionsarmen 2K-PU-Beschichtungsstoffen zur Herstellung anspruchsvoller Schutzschichten im Offroad-Bereich und auf Großfahrzeugen“ wichtige Erkenntnisse liefern. Wetterbeständige 2K-Polyurethanlacke (Basis hydroxylgruppenhaltige Polyole) und ihre Reaktionspartner (Basis cyclo-/aliphatische Polyisocyanate) konnten seit ihrer Markteinführung im Bereich der dekorativen Beschichtungen in vielseitigen Anwendungen mit hohen Filmbeständigkeiten eingesetzt werden. Die intensive Rohstoffentwicklung bei den Polyolen sowie den hydrophilierten bzw. niedrigviskosen hydrophoben Polyisocyanaten ermöglichen der Lackindustrie dabei bis heute, konventionelle Systeme mit sehr hohen VOC-Werten durch diese wasserbasierten Systeme bei gleichem Leistungsniveau zu ersetzen – auch wenn die Lackformulierung dabei höheren Ansprüchen unterliegt. Die Präsentation zeigte recht detailreich die derzeitige praktische Umsetzung der wasserbasierten Polyurethantechnologie bei Kunden der Valspar AG hinsichtlich Anforderungen im Bereich Offroad & Großfahrzeuge (Film- und Applikationseigenschaften, Anwendbarkeitsgrenzen und Optimierungsmöglichkeiten). Auch der Ausblick auf zukünftige Anwendungen mit hohen Beständigkeitsanforderungen und Reduzierung des VOC-Gehalts wurden präsentiert.

Den runden Abschluss bildete