Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.
  

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Bericht vom 33. Lacktreff Leverkusen am 3. März 2016

Zum Thema Optimierung der Arbeitsprozesse – Beispiele aus der Praxis erschienen im Bayer-Kasino mal wieder gut 40 interessierte Zuhörer.

Thorsten Evert (PantaTec GmbH) präsentierte im bildreichen Vortrag Strahlen und Entfetten in einem Arbeitsgang die Oberflächenvorbereitung von metallischen Bauteilen, Blechen und Profilen, die abschließend eine Lackbeschichtung zum Korrosionsschutz bekommen sollen, sowie den Einsatz von Strahlanlagen mit neuem, einfacherem und deutlich kostengünstigerem Verfahren. Die erreichbare Vermeidung von Löse- und Reinigungsmitteln bei diesem mineralischen Reinigungsadditiv kann Kosten reduzieren (z.B hohe Reklamationskosten durch Enthaftunsgprobleme werden bei Kontamination durch Öle und Fette vermieden) und Qualitätsvorteile bringen. Das neue Verfahren ist für viele Strahlanlagen-Anwender sehr attraktiv, da es zur Verringerung der Prozesskosten beiträgt. Das umlaufende Strahlmittel bleibt rieselfähig und länger nutzbar, es erhöht insgesamt die Prozesssicherheit.

Mike Bach (Prisma GmbH) zeigte im Vortrag Effizienz durch Prozessorientierte Laborprojektsteuerung die vorhandenen Vorteile, weil z.B. das „Wiederfinden“ von historischen Projekt-, Versuchs- und Rezepturmaterialien vereinfacht wird verglichen mit dem ursprünglichen Laborjournal in Papierform. Die Wissenssammlung, der Wissensaustausch und die Wissenssicherung bleibt für das aktuelle und zukünftige Unternehmen gesichert, wohingegen die Papierform-Dokumentation eine mangelnde Vernetzung der unterschiedlichen Unternehmenszweige (Produktion, Forschung, Außen- & Innendienst, Geschäftsführung) mit sich führt. Die konsequente Vernetzung aller Unternehmensbereiche lässt Informationsverlust vermeiden und alle Informationen können jederzeit und überall verfügbar gemacht werden.

Frank Kother (Hemmelrath Technologies GmbH) berichtete im Vortrag Modulare Fertigung vom Wechsel der traditionellen Produktionsverfahren zum kontinuierlichen Verfahren wie der MoFa-Technologie. Sie wird immer wichtiger, mit ihr lässt sich die Qualität verbessern (geschlossenes System = Vermeidung von Kontaminationen), die Produktivität erhöhen und Prozesskosten senken (einfache Reinigung und Produktwechsel), Entwicklungszeiten halbieren und Alleinstellungsmerkmale garantieren. Prozesse klassischer Dissolverfertigung weichen immer mehr der neuen und innovativen Technologie, denn sowohl die Rezeptumstellung als auch die Lackherstellung aus einzelnen Modulen zeigt eine neue richtungsweisende Entwicklung (durch Vordispergierung Einsparung von Perlmühlenzeiten um 60-80%). Sein Vortrag erläuterte die Idee modularer Fertigung von der Einführung neuer Dispergiertechnologien bis zur Verlagerung von Rohstoffmodulen zu klassischen Einzelrohstoffmodulen und zeigte die Effizienz einer bis zu 5x schnelleren Produktion.
Bei der folgenden Diskussion von interessierten Teilnehmern gab es dazu aber auch durchaus kritische Stimmen.

Im Anschluß nutzten wieder zahlreiche Teilnehmer die Möglichkeit zu weiteren Diskussionen in gemütlicher Runde im Restaurant des BAYER-Kasinos. Wir bedanken uns bei allen Referenten für ihre interessanten Vorträge und bei Covestro für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie das Getränke-Sponsoring.

 

 

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