Verband der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches e.V.

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Rückblick auf den 37. Leverkusener Lacktreff am 23. März 2017

Zum Lacktreff mit dem Thema „Korrosionsschutz: Rost rastet nicht – was tun?“
kamen in das Bayer-Kasino in Leverkusen an die 50 interessierte Teilnehmer.

Zu Beginn referierte Thomas Schüttler (Covestro Deutschland AG) über „Eine Schicht voraus – Innovativer Korrosionsschutz mit Pasquick“. Er zeigte ein innovatives neues Lacksystem, das heutzutage auch die hohen Anforderungen an ein Korrosionsschutzsystem erfüllen kann: ein solches System stellte er unter dem Namen Pasquick vor. Mit diesem ist es möglich, bei gleicher Gesamtschichtdicke die Zahl der Lackschichten zu reduzieren. Dadurch und eine zusätzlich sehr schnelle Trocknung ergeben sich eine deutlich höhere Produktivität und geringere Gesamtkosten im Beschichtungsprozeß. Pasquick erfüllt alle Anforderungen aus der DIN EN ISO 12944 und ist in seinen Eigenschaften einem hochwertigen 2K-Polyurethansystem gleichzusetzen.

Im Anschluss erläuterte Helmut Müller (Protective Coating Consult) unter dem Titel “Ursache und Beschreibung von Korrosions- und Beschichtungsschäden“ die Ursachen für spätere Korrosions- und Beschichtungsschäden, wie z.B. mechanische Beschädigungen, System- und Verarbeitungsfehler sowie nicht beschichtungsgerechte Gestaltung und Konstruktionen von Anlagen. Aufgrund der hohen Kosten und den häufig schwierigen Zugänglichkeiten bei Reparatur und Sanierungsarbeiten wurde den Teilnehmern anschaulich vermittelt, daß eine Vermeidung von Korrosionsschutzschäden durch eine auf die Bedingungen abgestimmte Systemauswahl und eine fachgerechte Ausführung die wesentlich ökonomischere Variante ist. Sein sehr praxisbezogener Vortrag ging auf die Stichpunkte Schadensbilder (Beschreibung ihrer Art und Ursache), fachgerechte Ausführung von Korrosionsschutzmaßnahmen (Oberflächenvorbereitung, Applikation, Endabnahme), Qualitätsprüfungen während und nach der Verarbeitung und die möglichen Reparaturmaßnahmen ein.

Im dritten Vortrag „Zinkfreie Korrosionsschutzpigmente – die ökologische Alternative“ erläuterte Alexander Belkin (Heubach GmbH), dass Lackhersteller vor der ständigen Herausforderung stehen, in ihren Produkten generelle Effektivität mit Umweltverträglichkeit zu kombinieren. Im Zuge dieser Entwicklung wurden in der Vergangenheit zinkhaltige Korrosionsschutzpigmente als Alternative zu toxischen Chromat-Verbindungen als State-of-the-Art etabliert. Durch das heute zunehmende ökologische Bewußtsein ist die Nachfrage nach völlig kennzeichnungsfreien Korrosionsschutzpigmenten gestiegen, die im Idealfall die Performance der zinkhaltigen Produkte bei universeller Verwendbarkeit aufzeigen können. Sein Vortrag gab den Einblick in die Leistungsfähigkeit zinkfreier Korrosionsschutzpigmente und beschrieb die Neuentwicklung eines Produktes mit Hilfe eines elektrochemischen Screening-Verfahrens.

m Anschluss an die Veranstaltung bestand die übliche Möglichkeit zur Diskussion bei gemütlichem Beisammensein im Restaurant des Kasinos.

 

 

 

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